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VEREINSCHRONIK
Feuerschutzpolizeiliche Bestimmungen gab es schon so lange wie menschliche Siedlungen. Alle Vorkehrungen gegen Feuergefahr waren schon seit ältester Zeit sehr streng, da ja auch die Feuergefahr in früheren Zeiten infolge der leicht feuergefährlichen Bauweise aus Holz und Stroh weit aus größer war als heute. Zudem waren auch die Mittel zur Bekämpfung von ausgebrochenen Bränden mehr als gering. Um einigermaßen gegen Ausbruch von Bränden geschützt zu sein, waren strenge Maßnahmen notwendig. In der Brander Gemeindeordung aus den Jahren 1557, 1593 und 1709 sind diese eingehend beschrieben. Zweimal im Jahr hatten "die Feuerbeschauer" die Feuerstätten zu überprüfen und zudem mehrmals unverhofft nachzusehen, ob nicht andere verbotene Zustände herrschten. In seiner mehr als 900-jährigen Geschichte hat unser Ort mehrere Brandkatastrophen erlitten. Bei Ausbruch eines Brandes hatte die gesamte Bevölkerung sofort am Brandplatz zu erscheinen. In der Regel beschränkte man sich auf die Rettung der gefährdeten Nachbargebäude, und man dankte Gott, wenn man dieses Ziel erreichen konnte. Zweimal wurde der Ort vollständig eingeäschert, 1552 im zweiten Markgrafenkrieg und im 30-jährigen Krieg. Bereits 1853, also 24 Jahre vor Gründung der Freiwilligen Feuerwehr, wurde in Brand eine "Feuerspritze" angeschafft und im Jahre 1875 durch eine bessere ersetzt. Diese Geräte wurden in Brand von einer Pflichtfeuerwehr betreut, die mit fast gleicher Ordnung und Führung wie eine Freiwillige Feurwehr arbeitete. Am 04.Oktober1877 gründeten Bürger der Gemeinde Brand die "Freiwillige Feuerwehr"! Es war ihr erklärtes Ziel, ihren Heimatort vor Feuersnot und anderen Gefahren zu schützen und stets ihren Mitbürgern und Nachbarn Hilfe zu leisten. Von dieser Zeit an sind alle Kommandanten namentlich bekannt:
Die Freiwillige Feuerwehr Brand verfügte schon seit ihrer Gründung über eine stattliche Anzahl aktiver Mitglieder. Im Jahre 1904 taten zum Beispiel 36 Feuerwehrmänner ihren Dienst am Nächsten. Lobend zu erwähnen sei auch, dass während des zweiten Weltkrieges, in dem zahlreiche Feuerwehrkameraden an allen Fronten eingesetzt waren, Frauen und Mädchen Feuerwehrdienst leisteten. Von den vielen Brandfällen sei hier einer besonders erwähnt: Am 30. März 1944 - bei einem Fliegerangriff - entstanden im Ort nicht weniger als 20 Brandherde. Der stark dezimierten Ortswehr gelang es mit Hilfe der Ortsbevölkerung einen großen Teil der Brände erfolgreich zu bekämpfen. Sieben Scheunen, ein Wohnhaus und einige Nebengebäude wurden bei diesem Fliegerangriff ein Raub der Flammen. Die etwa 20 hier im Ort stationierten französischen Kriegsgefangenen setzten sich bei dieser Brandkatastrophe sehr selbstlos ein und verdienten ein besonderes Lob. Der Leistungsstand der Wehr, gemessen an Ausrüstung und Ausbildung, ist sehr gut. Im Jahr 1988 wurde unser neues Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. Nachwuchsarbeit wird seit 1997 intensiv geleistet. Und auch einige der Brander Damen schlossen sich im Jahr 1999 der Feuerwehr an. Im Jahr 2002 durfte die Wehr ihr 125-jähriges Jubiläum mit einem Kommersabend am 20. April und einem schönen Fest vom 07. - 09. Juni feiern. |
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Damals wie heute zählt: "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" |
Im Jahr 2006 war es endlich soweit. Das neue Fahrzeug, welches bereits zu unserem Jubiläum zur Verfügung stehen sollte, wurde genehmigt und konnte in Auftrag gegeben werden. Ein HLF20/16 würde bereits zum Jahresende in unser Feuerwehrgerätehaus einziehen. In den Sommermonaten wurde unter der Regie von Wolfgang Elm fleißig gearbeitet, da dieses Auto entsprechend mehr Platz in der Fahrzeughalle in Anspruch nimmt. |
Um die störenden Spinde aus den Weg räumen zu können, musste die Werkstatt weichen. Diese wurde wiederum ins Kommandantenzimmer verlegt, das verkleinert und neu gestaltet wurde. Und weil alle gerade so schön bei der Arbeit waren, wurde das gesamte Feuerwehrhaus einer Generalüberholung unterzogen. Überraschenderweise wurde unser Fahrzeug früher fertig. Am 15.11.2006 sollte die Überführung erfolgen. Unser Kommandant und sein Stellvertreter, die Gruppenführer und der Gerätewart machten sich am 14.11.2006 auf den Weg nach Luckenwalde in das Rosenbauer Werk. |
Dort erhielten sie eine gründliche Einweisung und machten sich gegen Mittag des 15.11.2006 auf den Heimweg. Zuhause in Brand wurden sie bereits sehnsüchtig erwartet. An die 100 Feuerwehrler, Ehemalige und Interessierte fanden sich ab 18.00 Uhr an unserem Feuerwehrhaus ein. Um 18.30 Uhr hatte das lange Warten nun endlich ein Ende. Unter Beifall wurde das HLF 20/16 auf dem Vorplatz geparkt. |
Bürgermeister Wilfried Glässer richtete ein paar Worte an uns. Abordnungen aus Oberschöllenbach und Steinbach waren vor Ort. Kreisbrandrat Harald Schattan ließ es sich trotz eines dicht gefüllten Terminkalenders nicht nehmen vorbeizukommen. Kreisbrandinspektor Richard Kopp, Kreisbrandmeister Heinz Horlamus und "Ausbilder" Hans Schmitt waren ebenfalls bei den für uns historischen Moment dabei. |
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amtl. Kennzeichen: ERH-B 2016 Mercedes ATEGO 1628, 280 PS, 6 Zylinder Aufbau Rosenbauer Auszug aus der Beladung: |
In den folgenden Wochen bis Weihnachten wurde fleißig geübt und es wurden neue Aufgabengebiete erschlossen. Unter anderem haben wir innerhalb von nur vier Diensten vier Autos fachgerecht zerlegt. |
2007 Wir haben unser neues Fahrzeug gefeiert!
Freitag, 04.05.07 spielte ab 21.00 Uhr |
Am Samstag, 05.05.07 fand die offizielle Fahrzeugeinweihung unseres HLF 20/16 statt |
Nach der feierlichen Übergabe der Fahrzeuge an die Kommandanten Uwe Herberger und Günter Fensel durch Bürgermeister Wilfried Glässer, gab es eine ökumenische Andacht und gute Wünsche vom Landrat Eberhard Irlinger, Kreisbrandrat Harald Schattan, Kreisbrandmeister Heinz Horlamus und den Vertretern der Patenwehren. Untermalt wurde der offizielle Teil vom MGV Brand und dem Posaunenchor Eschenau. |
Anschließend gab es zwei Schauübungen, bei denen der Unterschied zwischen unserem LF 8 und dem neuen HLF 20/16 demonstriert wurde. Angenommen wurde ein LKW-Brand. Der Angriffstrupp musste sich mit schwerem Atemschutz ausrüsten, während der Schlauchtrupp die Gerätschaften für einen Schaumangriff bereitstellte. Nachdem der Wassertrupp die Wasserversorgung sicher gestellt hatte, folgte der Befehl zum Ausleuchten der Einsatzstelle. Wassertrupp und Melder bauten gemeinsam die Lichtgiraffe auf. Dauer ca. 7 min. |
Die gleiche Ausgangssituation gab es nun für das HLF 20/16, welches aber nur mit einer Staffel besetzt war. Der Angriffstrupp traf komplett ausgerüstet an der Einsatzstelle an. Er nahm sein Mehrbereichsschaumrohr und den Schnellangriffsverteiler mit vor. Die Wasserversorgung entfiel, da auf den 2000 l-Wassertank zurückgegriffen werden konnte. Der zweite Trupp sorgte für einen B-Schlauch und half beim Anschließen der Atemschutzgeräte. Währenddessen sorgte der Maschinist per Knopfdruck an seinem Pumpenstand für Schaum, startete das 14-kW-Notstromaggregat und fuhr den Lichtmasten aus. In noch nicht einmal 5 min. konnte das Feuer gelöscht werden. |
Danach konnte man im Festzelt bei Kaffee und Kuchen, deftigen Speisen und kühlen Getränken gemütlich verweilen. Zur Unterhaltung spielte die Band "Live" mit vielen Zugaben fast bis Mitternacht. |